Reiki

Aus meiner Erfahrung heraus darf ich Dir eines vorab gleich mitteilen:
ich weihe nicht mal eben ein.
Sicher wird Dir gleich klar werden, warum.

Was Reiki ist, brauche ich hier nicht näher zu beschreiben – dazu gibt es im Internet Seiten, die das wunderschön ausführen
(siehe: www.reiki.de oder schau mal unter www.mara-chin.net).

Für mich ist Reiki eine große Verantwortung meinen SchülerInnen und mir selbst gegenüber.
Reiki ist nicht einfach mal ein Wochenende eingeweiht zu werden und dann kann ich es.
Reiki ist ein lebenslanger Prozess, der viele Veränderungen bringt. Es darf trainiert werden. Die Lehre von Energieflüssen gehört dazu, Meditation, Loslassen und vor allem:
Intuition und das Bewusstsein, dass ich, wenn ich jemandem Reiki gebe, dort etwas auslöse, was dieser Mensch möglicherweise gar nicht mag.
Niemals darf ich hingehen und jemandem Reiki aufdrängen. Ich darf genau unterscheiden können zwischen jemandem, dessen Mund nur „ja“ sagt und die Seele nicht und jemandem, dessen Seele ebenfalls bejaht.
Reiki ist am wenigsten dafür, dass anderen geholfen wird, gemacht, sondern dient hauptsächlich der ausübenden Person in ihrer Entwicklung.
Reiki entblößt die verborgenen Seiten in Dir, die Unwahrheiten, die Du Dir antrainiert hast. Du lernst hinzugucken, zu verstehen und loszulassen.

Im folgenden möchte ich ein wenig den Weg beschreiben, den ich bis heute gegangen bin:

Als ich bei meiner Lehrerin noch neu war, bat sie mich eines Tages, mich auf die Erde zu legen. Drei Menschen aus der Gruppe gingen auf ihre Anweisung um mich herum und hielten die Hände über mich. Dann erzählten sie etwas von Chakra-Blockaden und zu wenig Energien in den Beinen – für mich alles böhmische Dörfer. Anschließend setzten sie sich um mich herum und hielten spontan ihre Hände an meinen Körper. Sie erzählten etwas von Energiefluß, wo er sei und wo nicht.
„Macht Ihr mal,“ dachte ich, „wenn Euch das hilft.“
Ich selbst spürte gar nichts. Überhaupt war ich skeptisch. Was sollte das bitte schön bringen? Ich bin sicher, hätte ich nicht schon beschlossen, dass ich bei meiner Lehrerin bleibe, ich hätte nach diesem Tag das Weite gesucht. Doch tat mir das Große und Ganze bei ihr so gut, dass ich einiges mitmachte, auch wenn ich nicht verstand, wie das dienen konnte. Manchmal dachte ich nur: „Hätte Dir das jemand vor einigen Monaten gesagt, dass Du so was machten würdest, Du hättest ihn für verrückt erklärt.“
Nun lag ich also da und „bekam Reiki“. Ominös.

Einige Wochen später verlangte sie von mir, dass ich meine Hände über jemand anderen hielt und aus dem ersten Impuls heraus sagte, was ich fühlte. Gar nichts. Was wollte sie bloß von mir? Sie bohrte und ich kam mir vor, wie ein Schüler, der seine Hausaufgaben nicht gemacht hatte. Vor allem, als sie von mir verlangte, mich ohne nachzudenken hinzusetzen und meine Hände an den Körper der liegenden Person zu halten. Immer wieder wurde ich gefragt, was ich fühlte. Nichts!
Was wollte sie bloß von mir?
Es dauerte Monate, bis ich feststellte, dass meine Hände bei diesen Übungen merkwürdig kribbelten. Als würde ganz leichter Strom hindurchgeführt. Es machte „Klick“ – das war also das so genannte Reiki – Universelle Lebensenergie, die mich durchströmte.
Als diese Tür aufgestoßen worden war, ging es von mal zu mal besser. Immer leichter konnte ich fühlen, wo die Person, die vor mir lag, Unterstützung brauchte. Meine göttliche Intelligenz konnte leichter zu mir durchkommen, mit mir „reden“.
Nach einem halben Jahr bekam ich meine Einweihung in den ersten Grad.
Ein weiteres Jahr danach erhielt ich den zweiten Grad. Zweieinhalb Jahre später wurde ich zur Meisterin/Lehrerin geweiht (3. + 4. Grad).

Jede Stufe brachte Veränderungen in mein Leben. Nach dem ersten Grad durfte ich lernen, meinen Jähzorn loszulassen. Es war kein leichter Weg. Ein halbes Jahr lang war ich plötzlich ganz alleine – sprich: ein Großteil meiner Freunde verließ mich. Manche zogen in eine andere Stadt, andere brachen einfach den Kontakt zu mir ab. Das schlimmste war, dass ich mich ebenso von meinen Freunden, den Engeln und Gott verlassen fühlte.
Es war hart. Eines Tages jedoch fühlte ich plötzlich, dass sich etwas bewegte. Meine Empfindungen waren intensiver – ich war eine Stufe höher gekommen.

Nach dem zweiten Grad wurde mir meine Einsamkeit sehr bewusst. Ich hatte wohl wieder einen lockeren Freundeskreis – aber so richtig konnte ich mich mit niemandem austauschen. Bis ich verstand, was Einsamkeit wirklich heißt: ein-Same-sein. Als Samen liegst Du in der dunklen Erde, feucht und kalt und denkst, dass immer so bleiben wird. Doch eines Tages durchstößt Du die Erdoberfläche und erblickst die Sonne – dazu war die Phase vorher wichtig. Ich wuchs, ohne es zumerken.

Nach der Meisterprüfung bekam ich mein „Männerthema“ serviert. Ich durfte erkennen, dass vieles, was mich bis dahin aufrecht erhalten hat, antrainiert war. Und zwar in meiner Kindheit durch den besten Trainer, den ich haben konnte: meinen Vater.
Ich bin ihm dankbar.

Meinen Ängsten begegnete ich sehr intensiv. Ohne die Kraft, die ich durch die Meisterweihe bekommen hatte, und die Hilfe meiner Lehrerin, hätte ich es nie geschafft, da hindurch zu gehen.

Loslassen.
Dieses Thema wurde ebenfalls bearbeitet.
Meine Mutter verbannte ich für zwei Jahre aus meinem Leben. Dies half uns, unsere Beziehung auf ein neues Fundament zu stellen. Dieses besteht nicht mehr aus Mutter- Kind-Beziehung.
Ein Kater wurde überfahren. dieser Schock holte mich aus einer tiefen Krise heraus. (Ja, selbst in diesem Stadium kann man Krisen erleben. Heute dient mir das sehr.)
Exakt zwei Jahre später durfte ich meinen liebsten Kumpel, ein 15 Jahre alter Kater, der mit mir durch dick und dünn gegangen war, gehen lassen. Dies war in einer Phase, als mein Mann in mein Leben kam.
Alles wird ausgeglichen. Gott gab mir liebende Freunde an meine Seite. Immer wieder fühle ich, dass ich behütet und begleitet werde und auf dem richtigen Weg bin. Babaji ist ebenfalls oft zur Stelle, wenn ich große Zweifel in mir fühle.

Dieser Weg ist aufregend, interessant und manchmal beschwerlich. Meine Lehrerin sagte mal, dass sie niemanden kenne, der es sich so schwer gemacht hätte. Das mag stimmen. Mittlerweile habe ich eine sanftere Gangart eingelegt.Mittlerweile habe ich mich von meiner früheren Lehrerin getrennt. Es gibt Zeiten, da muß man „Lebe wohl!“ sagen und weiterziehen. Ich habe ein Jahr damit verbracht, mich in das Zusammenleben mit einem fast unbekannten Menschen – meinem Mann – zu finden. Heute weiß ich, dass er die Antwort des Kosmos auf frühere Äußerungen meinerseits: „Ich heirate mal einen Araber!“ war. So, wie sich einiges, was ich bewusst oder unbewusst bestellt oder gewünscht hatte, einstellte.

Als ich Ende 2004 beschloss, meine spirituelle Entwicklung bewusst wieder aufzunehmen, bekam ich auch entsprechende Menschen zur Seite gestellt, mit denen ich die nächsten Entwicklungsschritte unternehmen konnte. Ich begegnete den Aufgestiegenen Meistern. Mit der Zeit kristallisierte sich St. Germain als mein führender Meister heraus. Natürlich arbeiteten auch Hilarion, Erzengel Raphael, Lord Sananda und andere mit mir. Jedoch habe ich immer das Gefühl, mein „Planungschef“ ist St. Germain. Oder Du kannst ihn auch den „Vater der violett-goldenen Flamme“ nennen. Gerade, als ich dies schreibe, höre ich ihn kichern.

Zielstrebig bereiteten meine geistigen Freunde mich auf den nächsten größeren Schritt vor.

Am 14. Januar 2006 erhielt ich meine Großmeister-Weihe. Du siehst, ich hatte es nicht sehr eilig damit.

Schließlich weiß ich mittlerweile, dass so etwas immer große Veränderungen mit sich bringt. Und tatsächlich: ich bekam danach eine ungeahnte Stärke. und es trieb mich die Sehnsucht, noch weiter zu kommen.

Zusätzlich zu der Entwicklung, die mit der Weihe angestubst worden war, begann ich im März 2006 mit der Kryonschulung ( www.kryonschule.de ). Im Juni 2006 – pünktlich zur Weltmeisterschaft – begann die Trennung von meinem Mann. Dafür dankbar bleiben zu können und zu wissen, dass ich jederzeit bestens versorgt werde, alles immer zu meinem Besten geschieht, dass ist die größte Lektion in Vertrauen, die ich in den vergangenen Jahren lernen durfte.

So gehe ich meinen Weg weiter und weiter. Dankbar und voller Demut. Denn es erfüllt mich mit dankbarem, glückseligem Staunen, welche Dimensionen, welche Welten und welche Möglichkeiten sich eröffnen, wenn man unbeirrt von allen Ablenkungen am Wegesrand, unabhängig vom Massenbewusstsein, zielstrebig aber vertrauensvoll weitergeht in das ICH BIN.

An’Anasha.

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